Kraft und Licht, Chaos und Dunkelheit

23.6.2016 · 1 Min. Lesezeit

Kraft und Licht, Chaos und Dunkelheit — ein poetischer Text über den Zusammenstoß von Angst und Freiheit, Tag und Nacht, innerer Spaltung und der Sehnsucht nach Leben. 🌓 Was bleibt, wenn vertraute Ruhe nicht mehr trägt?

Kategorie
🌓 Dunkle und helle Seite der Persönlichkeit
Kreisförmige Komposition aus weißen Engeln und schwarzen Dämonen, die zum Rand hin kleiner werden.

M. C. Escher, „Kreislimit IV (Himmel und Hölle)“, 1960.

Kraft und Licht

Das ist der ewige Konflikt: Schatten wollen sich in Zweifel legen; allerlei Dämonen, Über-Ideen, manchmal der Drang, sich unter Granit zu legen. Chaos und Schmerz, Trouble mit sich selbst. Ängste → Freiheit → Thanatos → Liebe... Über so einen sagt der Spießer: „Hysterisch!“ — Natürlich. Er lebt ja!!!

Chaos und Dunkelheit

Du bist so zufrieden mit dir: ruhig, fröhlich, ganz gewöhnlich... na was denn: Fußball, Disko, Bierchen, Auto, Fernseher und Sex — der klassische Manager aus der mittleren Etage, die Seele jeder Runde, ständig am Drehen irgendeiner Büroaffäre.

„Welchen inneren Konflikt sollst du schon haben?

Welche Krawatte passt heute farblich zum Sakko?

Welche Sneaker passen farblich zur Snapback?“

Doch es gibt kein Klatschen, wenn nicht zwei Handflächen zusammenkommen.

Und auch wenn Tag und Nacht nach außen wie Feinde aussehen. Sie dienen ein und demselben Ziel,

In gegenseitiger Liebe mehren sie die Früchte ihrer gemeinsamen Arbeit.

Gäbe es die Nacht nicht — wie könnte sich im Menschen jener Reichtum sammeln, den der Tag so freigebig verausgabt?

FAQ

Fragen zum Artikel

01Warum kann ein innerer Konflikt ein Zeichen dafür sein, dass ein Mensch wirklich lebt?

Im Text ist die innere Spannung mit der Bewegung zwischen Angst und Freiheit, Thanatos und Liebe verbunden. Selbst Tag und Nacht wirken wie Feinde, dienen am Ende aber demselben Ziel.

02Wie hängen Licht und Dunkelheit im Menschen zusammen?

Sie erscheinen als voneinander abhängige Gegensätze: So wie es für ein Klatschen zwei Handflächen braucht, schaffen Tag und Nacht gemeinsam einen inneren Reichtum, der aus nur einem Pol nicht entstehen kann.

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