🔑 Ölgemälde 🙏🏻
„Vor uns: ein Ölgemälde —
Repin könnte glatt stolz darauf sein,
Mit schwarzer Farbe gezeichnet —
Ein Sammelbild“… der Projektion.
Wie exakt die Konturen der Figur nachgezogen sind — haargenau,
Schlabbrige, vorsintflutliche, subkulturelle Accessoires.
Es fehlen nur noch: Basketball, Onyx-Mütze, Flasche mit Loch,
Kampfhunde, Spraydose…
Und „A“ — als wäre er im Reagenzglas gezeugt —
Modell ungefähr fünfundneunzig,
Ein bisschen dämlich und lächerlich,
Aber im Grunde unser leiblicher Bruder… Homo sum, humani nihil a me alienum puto
Attribution: Der Anfang adaptiert Oxxxymirons erste Runde im Versus Battle Oxxxymiron gegen ST.
Im zu großen „Rapper-Shirt“ bin ich aus den Gärten Eden abgehauen,
ich kaufte immer auf Zuwachs — dieses Gefühl war, sozusagen, ein Antrieb.
Alles, was früher riesig war, wird mit der Zeit klein.
Aus dem Haus — tschüss, Paradies.
Auf ewiger Suche nach dem Zauberspruch Eins, Zwei.
Zwischen Ideen und Praxis
„Zwischen Ideen und Praktiken gibt es eine Lücke“ — das ist die Zone der nächsten Entwicklung 😄
Oder war Lev gegen solche Praktiken?
Ja, ich spüre die Kanons nicht, als lägen meine Gefühle unter Chloroform in algodice,
ich glaube nicht an Orthodoxe, als wäre das hier nixelpixel.
Und ich finde, mit fünfundzwanzig ist es peinlich, in der Paradigma eines anderen zu leben,
und ich glaube, auf meinem eigenen Weg werde ich zum Helden des Narrativs,
aber vorher muss ich auseinandernehmen, was mein Schatten hier hervorgebracht hat. 🔎
„Du willst erobern, nicht lieben.
Und als Verliebter fühlst du dich besiegt.“
Ja, genau so ist es! Ich habe Angst vor engen Beziehungen,
denn sie können mich direkt unter den Flügel treffen,
und dann krieche ich über den Boden
wie Millionen dieser Pierrots. 💍
Und mein sadistischer Charakter — das ist Panzer, das sind Schuppen;
er hat mich schon früher vor dem Problem des Seins gerettet.
Aber dafür habe ich eine Lektion gelernt: mich immer auf mich selbst verlassen,
nicht der f*ckenden Menge hinterherrennen, mich selbst hören……
🤢 Dabei hätte ich auch das hier lernen können:
dass man mich immer lieben wird
und dass ich keine einzigartigen Wege suchen muss,
sondern einfach mit allen befreundet sein und mit dem Strom schwimmen soll.
Tun, was die Leute wollen,
Trends jagen, sich an Memes, Hashtags und Marken klammern…
Anpasser. Konjunkturritter…
Aber nein! Ich sterbe lieber als Mensch,
als mit dem Wissen zu leben, dass ich ein Monster bin. 🤮
„Aber weißt du, früher hat niemand an mich geglaubt.
Doch ich ging gegen den Strom, geradewegs auf die Tore der Hölle zu,
kam in den Kurven ins Schleudern, machte alles andersherum.“ 🎤
Danach suchte ich mich im Bücherstaub,
und danach sank ich weit unter null. 📉
Das ist keine Fingerübung und kein leeres Gerede
(obwohl es, ja, Oxys Worte sind).
Und ich wäre verreckt, aber jetzt habe ich eine kleine Familie.
Ich wollte so sehr zu etwas gehören, das größer ist als Ich.
Da ist auch noch der Glaube an mich selbst,
und am Horizont nur ein Ziel — Psychologie. 🎯
Ich schreibe, damit die Aktivität meines Gehirns nicht sinkt,
auch wenn die Demenz noch weit weg ist — oder vielleicht nah,
(oder vielleicht online).
Und zur Hölle mit dieser Vertraulichkeit;
in der Psychotherapie war ich davon ganz sicher nicht gefesselt,
denn ich war auf der anderen Seite der Barriere.
Die Generation der Kinder aus dem kleinen VKontakte
versteht wahrscheinlich nichts — und genau das ist die Taktik.
Denn in diesem „Rapper-Shirt“
muss man den textSTIL kennen 🙇♂
Danke, Irina Nikolaevna:
für so ein Feedback,
für mich ist das Cashback,
aber jetzt schon Flashback,
denn carpe diem war am 2. Januar!
Fragen zum Artikel
01Welchen inneren Konflikt entfaltet „Ölgemälde“?
Der Autor hält die Spannung zwischen Autonomie und Nähe — dem Wunsch nach dem eigenen Weg und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer Familie, ohne sich selbst zu verlieren.
02Warum wird der abwehrende Charakter als Panzer beschrieben?
Härte erscheint als Schutz vor Verletzungen in nahen Beziehungen, zugleich aber als Hindernis für Liebe und Vertrauen.
03Warum mischt der Text Rap, Psychologie und mehrere Sprachen?
Zitate, Slang und psychologische Begriffe bilden ein Selbstporträt, in dem fremde kulturelle Sätze zum Material persönlicher Reflexion werden.
