Tag des Psychologen. 🧭
„Ich werde alles daransetzen, damit ich eines Tages ohne Verlegenheit den Satz von James Hollis sagen kann: ‚Ich habe mein Leben der Praxis des Lehrens, der Bildung, der Kommunikation und der Psychotherapie gewidmet — alles, um den Bedürfnissen des Menschen und der Idee der Verbesserung zu dienen.‘“ (Auszug aus meinem Motivationsschreiben bei der Bewerbung an der Fakultät für Psychologie der Staatlichen Universität Sankt Petersburg.)
Für mich ist ein Psychologe vor allem ein Entdecker. Wie E. Fromm sagte:
„Jede neue Entdeckung ist mit Risiko verbunden, und riskante Unternehmungen verlangen nicht nur ein gewisses Maß an innerer Sicherheit, sondern auch Lebensfreude — etwas, das sich nur bei Menschen findet, für die das Leben mehr ist als ein Prozess des Spannungsabbaus und der Beseitigung von Schmerz. Um das allgemeine Niveau der Dummheit zu senken, brauchen wir nicht mehr ‚Intellekt‘, sondern einen anderen Charaktertyp: unabhängige, unternehmungslustige Menschen, die in das Leben verliebt sind.“
So sehe ich einen wahren Psychologen: einen unabhängigen, unternehmungslustigen Menschen, der in das Leben verliebt ist!
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ψ. Psychologie ist für die, die Lüge und Täuschung sehen.
ψ. Die verstehen wollen — und selbst verstanden werden wollen.
ψ. Die Mittelmaß und ein „schwarzer Bildschirm“ nicht motivieren.
ψ. Die kapieren, was läuft, und deshalb nicht in einer VAMP-Gesellschaft leben wollen.
ψ. Selbst wenn dort für immer das hedonistische Prinzip herrschen würde!
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Ältere Kollegen sagen mir: Du hast eine viel zu romantisierte Vorstellung von Psychologie.
Ja, nee… man hat euch einfach beigebracht, ohne Märchen und Glauben zu leben.
Doch tief im Wald spielt Pan auf seiner Flöte.
Ich höre den Triller, egal wie viele Masken er anprobiert.
Gebt mir eine Ukulele,
ich hau was raus, dass die ganze Oikumene komplett f*cking durchdreht.
Der Himmel beschlägt, der Baum rauscht im Takt —
in diesem Akt macht Psyche sich unsterblich.
Kannst du das?
Fragen zum Artikel
01Wie stellt sich der Autor einen echten Psychologen vor?
Für ihn ist ein echter Psychologe ein unabhängiger, unternehmungslustiger und lebensbejahender Entdecker, der für das Verstehen des Menschen Risiken eingeht.
02Warum braucht ein Psychologe innere Sicherheit und Lebensfreude?
Neue Entdeckungen sind mit Risiken verbunden; deshalb genügt Intellekt allein nicht. Nötig sind auch Charakter, innerer Halt und die Überzeugung, dass Leben mehr ist als die Beseitigung von Schmerz.
03Warum hält der Text am romantischen Bild des Berufs fest?
Die Romantik leugnet hier nicht die Schwierigkeit der Arbeit, sondern dient als persönliche Quelle von Berufung, Mut und schöpferischer Energie.
